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Bergmusikkorps Saxonia
Freiberg |
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Russisch-Horn-Ensemble |
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(Leitung:
Jens Göhler) |
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Russische Hörner in Freiberg: |
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Der Ursprung dieser
Hörner liegt tatsächlich in Russland. Nachweislich wurden im 18. Jahrhundert
am Sankt Petersburger Zarenhof solche Hörnerkorps aufgestellt und eigens
dafür Musiken komponiert. Von Russland aus wurden die Hörner auch in Sachsen
bekannt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bereisten russische Hörner-Korps
Deutschland. Möglicherweise hat der damalige Freiberger Stadtkantor und
Leiter des Freiberger Bergmusikkorps August
Ferdinand Anacker eine solche Aufführung
miterlebt und sich dann für die Gründung eines Hörner-Korps in Freiberg
eingesetzt. Der Freiberger Berghauptmann von Herder ließ 1825 Russische
Hörner für das von ihm neu organisierte Bergmusikkorps beschaffen. A.F. Anacker komponierte eigens eine Reihe von Märschen für
das neue Russisch-Horn-Ensemble. In Anackers 1832
komponiertem Singspiel „Der Bergmannsgruß“ waren 13 solcher Hörner
eingesetzt. Um die Jahrhundertwende geriet diese Musizierweise jedoch wieder
etwas in Vergessenheit. Im Jahre 1938, zur 750-Jahr-Feier der Bergstadt
Freiberg, spielten letztmalig Freiberger Musiker auf Russischen Hörnern.
Diese Instrumente sind noch heute im Freiberger
Stadt- und Bergbaumuseum zu sehen |
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Das Bergmusikkorps Saxonia
hat sich nach diesem Muster eine Reihe solcher Instrumente bauen lassen. Es
gelang, sowohl Sponsoren für dieses Projekt zu finden als auch die noch
vorhandenen Originalnoten aus dem Freiberger und Brand-Erbisdorfer Museum zu
sichten und zu bearbeiten. In dem Instrumentenbaumeister Ricco
Kühn aus Oederan fand man einen Fachmann, der sich für diese anspruchsvolle
Aufgabe begeisterte und der mit den heutigen Kenntnissen und Arbeitsmitteln
die Instrumente neu berechnete und anfertigte. Mit den bisher hergestellten
19 Hörnern (Es - g 1 ) und dem sich daraus
ergebenden Tonumfang von über 2 Oktaven ist man in der Lage, die vorhandene
Originalliteratur und neu arrangierte Musikstücke zu spielen. Zum damaligen
Repertoire gehörten neben einer Vielzahl von Chorälen und Begräbnismusiken
auch die bereits erwähnten Märsche sowie Lieder, Tänze und selbst kleine
Stücke aus Mozarts "Zauberflöte". |
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Als größtes
seiner Art erhielt das
Russisch-Horn-Ensemble des Bergmusikkorps Saxonia Freiberg e.V. im
Oktober 1997 einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde |
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Bergmusikkorps Saxonia
Freiberg |
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Verantwortlich: Roland Achtziger |
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